Der Walkstoff

Über die Geschichte des Walkens, den Aufbau der Wollfaser und die Unterschiede von Walk, Filz und Loden

Die Geschichte des Walkens

Die Methode Wolle zu verfilzen ist schon seit langer Zeit in vielen Gegenden der Welt bekannt. Die ältesten Funde stammen aus der Zeit rund um 6500 vor Christi in der heutigen Türkei. Auch in den Alpen ist diese Methode des Wollfilzens weit verbreitet. 

1350 wurde zum ersten Mal eine gestrickte Wolle als Basis für Walkstoffe verwendet. Diese Methode findet 

Walk, Loden, Filz – was ist der Unterschied?

Sie sehen sich relativ ähnlich, aber was genau ist der Unterschied zwischen Filz, Loden und Walk?

Filz

Das Ausgangsmaterial bei der Herstellung von allen dreien ist bei guter Qualität ausschließlich Schurwolle. Beim Filz wird die Wolle auf einer Karde gekämmt. So werden die Wollfasern in eine Richtung ausgerichtet. Durch das einstechen mit Hakennadeln werden die Wollfasern miteinander verwirrt. Die textile Fläche wir anschließend mit Wasser gewalkt und es entsteht ein Filz der von der Haptik eher rau und grob ist. Der Nachteil von Filz ist seine geringe Dehnbarkeit.

Loden

Beim Loden ist das Grundmaterial ein Gewebe welches anschließend gewalkt ist. Für die Weiterverarbeitung ist das Einfassen der Kanten notwendig, da diese ansonsten ausfransen können. Loden ist vor allem durch seinen Einsatz bei traditioneller Kleidung bekannt wie zum Beispiel in der Tracht.

Walk

Beim Walk ist der große Unterschied zum Loden, dass die Wolle vor dem Walkprozess gestrickt wird. Durch diesen Herstellungsprozess werden die besonderen Eigenschaften von Wolle zusätzlich unterstützt. Walkstoffe sind besonders Wasserabweisend, atmungsaktiv, windabweisend, strapazierfähig, schwer entflammbar, schmutzresistent und können mit offener Kante verarbeitet werden.

Was eignet sich am besten wofür?

Filz eignet sich gut für Bastelarbeiten, Herstellung von Accessoires und zum Einsatz im Wohnbereich z.B.: Als Bezugsstoff für gerade Flächen.

Loden ist in vielen verschiedenen Varianten erhältlich und findet seinen Einsatz hauptsächlich im textilen Bereich.

Wollwalk besitzt eine besonders lebendige Oberflächenoptik und ist durch die gestrickte Maschenstruktur sehr flexibel. Somit passt er sich perfekt an die verschiedenen Körperformen an und findet so seinen Einsatz nicht nur im textilen Bereich, sondern eignet sich auch hervorragend als Bezugsstoff im Interior Bereich. Durch seine absorbierenden Eigenschaften findet der Walkstoff seinen Einsatz auch häufig als Wandverkleidung und hilft beim Verbessern der Raumakustik.


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Karolina Baneviciute
k.baneviciute@gottstein.at
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